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Hart erarbeitet: Untergessenbach übernimmt Patenschaft in Arbing
Patenbitten der FFW Arbing anlässlich des 100-jährigen
Mit ca. 50 Feuerwehrmänner fuhren wir zum Patenbitten nach U-gessenbach. Dazu wurde ein Bus eingesetzt um für unsere Kameraden eine gesicherte Heimkehr zu gewährleisten. Pünktlich um 18.30 marschierten wir mit Musik und unserem Brotzeitwagerl in U-gessenbach ein. Beim Friedenberger war-teten schon die U-gessenbacher mit einer großen Fahnenabordung auf uns und gemeinsam gings zum Ederwirt. Dort angekommen gabs für jeden Wehrmann bzw. -frau ein Begrüßungsschnapserl, der gerne angenommen wurde.
Dann wollte man so schnell wie möglich zum aufwärmen ins Wirtshaus, aber so einfach war das nicht, die Haustüre war nämlich verschlossen und es musste erst eine alte Holzdrehleiter ausgefahren werden, um dann auf dieser in den Saal, der sich im 1. Stock befindet zu gelangen.
Im Eder-Saal begrüßte 1. Vorsitzender Johann Arbinger die FFW Arbing mit 1.Vorsitzenden Josef Neißendorfer, 2. Vorsitzenden Adolf Sedlmeier, 1. Kom-mandant Konrad Rudzinski,. 2. Kommandant Ewald Reif, Fahnenmutter Sybille Jakob, ferner den gesamten Anhang der Gäste, dann von der Ortswehr Fahnenmutter Gisela Kastenbauer, die gesamte Führungsmannschaft und die Ehrenmitglieder Gerhard Winklbauer und Xaver Riedl.
Nach der Begrüßung gab es für alle Anwesenden ein Gemeinschaftsessen und zum trinken gabs reichlich Bier vom Faß.
100 Jahre FFW Arbing sind der Anlass der Jubiläumsfeier im Juni des nächsten Jahres und dazu brauche man einen Patenverein. Schon vor fünf Jahren war Arbing in Untergessenbach Patenverein und man habe gute Erfahrungen gemacht, vor allem „seids ihr lustige Leut und gute Kameraden. So hoffen und bitten wir, dass ihr in Arbing das Amt des Patenvereins übernehmt“, so 1. Vorsitzender Josef Neißendorfer.
„Grüaß God beinand - mecht i ois erstes song
warum ma do sand braucht´s uns goa net frong.
Zum Patenbitten wad ma heit do,
wo ma her sand - des wisst´s es scho.
Das ma vo Awing sand, des sehgt ma uns doch o,
wo doch a jeda vo uns is a ganz a schöna Mo.
De meistn vo uns sand ganz guat beinand,
i glaub des macht´s weils uns fui Brai gebn hamd,
denn Awing war ja immer schon bekannt
als bundesweites „Brain“ -Anbauland.
Uns Feierwehrler des muaß ma a amoi song
in jeder Notlage kannst uns hom.
Doch ist´s für uns a ganz a große Ehr
dass ma feiern deafand 100 Joahr Wehr.
Weil teilte Freid doppelt is
hät ma Eich ganz gern dabei - des is gwiß.
D´Feuerwehr in Gessenbach is ja bekannt
als lustig und hilfsbereit im ganzen Land.
An Humor habts oft stehts in der Zeitung drin
Enk als Paten zu ham wad für uns a groußa Gwinn
sogts bittschön net na wenn ma enk dano frong
dat´s Ihr mit uns zamm - des Fest gemeinsam trong.
Fünf Joahr ist enka Fest iaz her - mir werd mas net vogessn
das ma do heraust bei enk sand gsessn
Sand lustig gwen, hama gessn und trunga
und ois Patenverein, stolz unsa Fahna gschwunga.
Und wenns dann zuasogts, dann song mas enk glei,
a Wagl voi Bier des hama dabei
und a schene Brotzeit mit Brezn vui gnua
denn ebs guats zum Essn, ghört zum feiern dazua.
Oa Sorg hama no doats uns iaz net stoag Moatan
schickts uns net aufe, auf d´Hennaloatan
wenn ma heit Nocht spät kemmand zuar Ruah
a poa Hoibe de stehngand uns doch zua
Dahoam unsre Frauen mit liebenden Blicken, uns zuadeckand,
wad schod wenn uns a Hennafleh zwickat.
A bissl a Buaß, des sehng ma ja eih -
a wengl uns tratzn, des deaf scho sei,
unsa schene Fahnamuatta schaut uns zua
ertragn ma mia des, sowieso mit Bravour.
Doch frog´ i jetzt - is de Sach iaz klar:
machts ihr uns an Paten? -- Dann sogts oisamt Ja!“
Wir bekamen aber noch keine Zusage, man ließ uns wissen, das einige
Aufgaben vorbereitet sind und die müssten erst bewältigt werden, bevor eine Zusage gemacht werde.
Dann mussten zwei Mann so lange von einem Verteiler in ein C-Schauch blasen, bis dieser patzte. Für Adi Sedlmeier und Herbert Jakob war dies unter dem Beifall aller Anwesenden kein Problem und so machten zwei weitere Kameraden (Josef Neißendorfer und Jürgen Steingrübl) noch eine Zugabe. Dabei ging unserem 1. Vosizenden die Puste aus und mit Hilfe von Adi platzte auch der zweite Luftballon.
Bei der nächsten Aufgabe waren fünf Mann aufgegefordert fünf Liter Kuhwarme Milch aus einem Eimer an dem fünf Kälberdietzeln befästigten waren, auszusaugen. Diese Saugarbeit übernahmen unser Festauschußvorsitzender Gerhard Erndl, Klaus Fuchs Josef Winetsdorfer jun., Thomas Kagerbauer und Jürgen Steingrübl. Dabei mitgeholfen hatte auch Ewald Reif sen. Bei dieser Aufgabe erwiesen sich unsere Kameraden auch hier als wahre Naturburschen und Milchtrinker.
Nun waren fünf Angler gefordert, aus einem Planschbecken mit einer Angel verschieden große Fische zu angeln, die mit einer Nummer versehen waren. Jedem gelang es einen Fisch zu angeln und der „Zufall“ wollte es, daß Gerhard Erndl zur vollen Stunde gurren wie eine Taube und Herbert Jakob zur halben Stunde Krähen wie ein Hahn mußte. Jürgen Steingrübl bekam eine Flasche Schnaps und Hans Maier musste aus einer Wasserwanne drei Äpfel mit dem Mund rausholen, da musste er schon mit dem ganzen Kopf ins Wasser tauchen um einen Apfel zu raus zubekommen. Zwei Äpfel schaffte er, den dritten Apfel übernahm Günther Schmid. Unser erster Vorstand Sepp Neißendorfer musste 10 Liegestützen mit abklatschen machen.
Nun ging es aber endgültig an das „würdevolle“ Patenbitten auf dem eigens vorbereiteten Holzscheit. Für den 1. Vorsitzenden gab es eine Erleichterung mit Haltevorrichtung für das Manuskript und eine Maß Bier. Die Arbinger unterstrichen diese Bitte mit einem Sangesvortrag von den Beatles „Hey Jude“ sang man sich in die Herzen der Zuschauer die auf einer Zugabe bestanden. Diese Bitte wurde mit dem Lied „Im Wagen vor mir fährt ein schönes Mädchen ...“ erfüllt.
Damit waren alle Aufgaben zur Zufriedenheit Anwesenden erfüllt und mit einem Gedicht verkündigte Johann Arbinger, U-gessenbach werde die Patenschaft gerne Übernehmen.
Patenbitten der Freiwilligen Feuerwehr Arbing
Heut' kemmand die Arbinger zu uns daher
und machen uns a große Ehr'.
Nächst 5 Jahr habens nämlich a Fahnenweih'
und wolln, daß mir da sind dabei.
Sie ham' uns g´fragt und ham se plagt,
hand aa über d´Loatern aufa groppt.
Sie warn net zum abwehrn und vertreib´n,
drum dürfens a no länga heut´ bei uns bleib´n.
An Patenverein machen wir euch nur zu gern,
weil es is nämlich scho so lang her,
daß sich keiner mehr dran erinnern kann,
daß ma mir amoi Patenverein war´n.
Mir sag´n ma enk aufs G´sicht grat zua:
„Mir mög´n ma enk mehr als wia gnua
und hoffen daß´ enk niemals reut,
und daß´ mit uns habt´s enka freud!“
Mir kemma ganz ubande gern zu enkan Fest
und tun dazua gwieß unser Best´s.
Mir reißen uns aa ganz stark zam´,
jeder für sich, so wie er halt kann.
Zum sagn bleibt uns jetzt nix anders mehr
als:
Wir werden voller Freude euere Patenwehr!“
Anno Domini
MDCCCCCIII
Die Schriftrolle übergab er dann an seinen Amtskollegen. Josef Neißendorfer freute sich über diese Zusage und meinte, dass nun endgültig ein festes Treueband zwischen beiden Wehren geschlossen wurde. Dies möge vor allem an den Festtagen vom 4. bis 6. Juni 2004 zum Ausdruck kommen.
Vergessen waren dann alle Strapazen, den wir hatten ja jetzt den Paten für unser 100-jähriges Gründungsfest, den wir uns gewünschte hatten. Musikalisch wurde die festliche Stimmung bereichert von Adolf Ninding (Harmonika), Max Fröschl (Gitarre) und Josef Trost (Trompete und Schlagzeug). Dieses Trio verstand es, den Eder-Saal in eine „Sängerhalle“ zu verwandeln.
So feierten wir in geselliger Runde noch einige Stunden und es wurde dabei auch fleißig getanzt. Sehr genau nahmen unsere beiden Taubengurrer und Hahnenkräher, denn man hörte immer wieder guruguru und kikerki. Viel zu schnell verging die Zeit, denn auf einmal hieß es Abschied nehmen, der Bus fährt gleich ab denn mittlerweile war es schon 1 Uhr geworden.
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